Anja Rottke / VDE
20.07.2026 Veranstaltungsrückblick

Cyber Security Sundowner 2026

Paradigmenwechsel bei Strategien gegen Cyberattacken und Cyberspionage

Klaus Bayer, Vorsitzender VDE Bayern e.V.

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Cybersicherheit betrifft jede und jeden, ob in Unternehmen, Behörden, Vereinen oder als Privatperson: Der VDE Bayern Cyber Security Sundowner am 16. Juli 2026 zeigte das sehr deutlich. Cyberattacken und Cyberspionage aller Art sind längst an der Tagesordnung, so das Credo der Experten und Referenten bei der Veranstaltung auf Gut Möschenfeld bei München. Dementsprechend gelte es, immer wieder neue Gegenmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

Vor allem sei es Zeit für einen Paradigmenwechsel bei der Entwicklung von Strategien gegen Cyberattacken, so Klaus Bayer, Vorsitzender des VDE Bayern. Die Cybersicherheit müsse von Anfang ins Engineering von elektronischen und digitalen Systemen einfließen, nicht erst am Ende des Entwicklungsprozesses, wie es lange der Fall war. Nur so würden die Grundlagen für sichere Systeme geschaffen. Der VDE unterstütze seine Mitgliedsunternehmen bei der Umstellung dieser Prozesse. Bayer war in seiner bisherigen Berufskarriere lange Zeit in leitenden Positionen bei Unternehmen im Sicherheitsbereich tätig.

v.l.n.r.: Julian Marberger, Leiter VDE Bayern, Staatsminister Florian Hahn, MdB, Rainer Keiditsch, Geschäftsführer citema group

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Cyberspionage und -sabotage bestimmten heute die außenpolitische Agenda mit, erklärte Florian Hahn (CSU), Staatsminister im Bundesaußenministerium, in seiner Keynote. Zum Schutz gegen solche Attacken müsse einerseits Resilienz in Wirtschaft und Infrastruktur geschaffen werden, andererseits Reaktionsfähigkeit, vor allem in Zusammenarbeit mit EU-Organisationen. Als Werkzeuge in diesen Bereichen nannte Hahn etwa die "Cyber Diplomacy Toolbox" und das "Cyber Sanctions Regime" der EU. Er sehe es aber auch als große Aufgabe der Politik, stabile globale Partnerschaften mit Staaten zu schaffen, um die weltweite Cybersicherheit zu steigern. Der Politiker wies darauf hin, dass weder Staat noch Wirtschaft allein die Antworten auf die Fragen der Cybersicherheit geben könnten, vielmehr müssten diese gemeinschaftlich gefunden werden.

Julian Marberger, Leiter VDE Bayern

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Einige Beispiele, wie Unternehmen und einzelne Personen von Cyberattacken betroffen sein können, nannte Michael Feldmaier vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz. Vor allem würden Phishing-Attacken immer ausgefeilter, oftmals würden dafür neben E-Mails auch Messenger wie WhatsApp und Signal genutzt. Besonders perfide sei das so genannte Spear Phishing, für das Kriminelle zunächst umfangreich persönliche Daten zusammentragen. Die Phishing-Nachricht selbst sei dann personalisiert, gut recherchiert und zeige oft Insiderwissen - damit sei sie von der Nachricht eines bekannten Kontaktes schwer zu unterscheiden. Der Wirtschaftsschutz Bayern des Landesamts unterstütze Firmen dabei, Mitarbeiter zu sensibilisieren und so Gefahren von vornherein reduzieren.

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Gastgeber der Veranstaltung war neben Klaus Bayer und Julian Marberger vom VDE Bayern in diesem Jahr die Citema Group, die Unternehmen im Umgang mit digitalen Technologien unterstützt. Bernhard König von Citema schilderte den Anwesenden, wie die Firma für ihre Kunden Strategien für mehr Cybersicherheit entwickelt und mit ihnen dann auch umsetzt. Dipl.-Ing. (FH) Rainer Keiditsch, Geschäftsführer der Citema Group, zeigte sich erfreut, dass rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Weg nach Möschenfeld gefunden hatten. Er lud alle Anwesenden zum anschließenden Citema-Sommerfest ein, bei dem es Staatsminister Florian Hahn vorbehalten war, das bereitstehende Bierfass anzuzapfen. Bei einem sommerlichen Grillbuffet und kühlen Getränken gab es danach viel Gelegenheit für persönliche Gespräche und zum Netzwerken.

Impressionen Cyber Security Sundowner 2026