HSG Schweinfurt
23.07.2025

Exkursion zur Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG: Praxisnahe Einblicke in Induktivitäten und Bauteilprüfung

Kontakt
Hochschulgruppe TH Würzburg-Schweinfurt
HSG Schweinfurt

Am 13. Mai 2025 besuchten Studierende des ersten Semesters Robotik der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) sowie Mitglieder der VDE-Hochschulgruppe die Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG in Waldenburg.
Nach einer gemeinsamen Busanreise begann vor Ort eine „Laborexperience“. Der Fokus lag dabei auf dem Produktlebenszyklus von Bauteilen – insbesondere von Induktivitäten –, deren spezifische Eigenschaften an verschiedenen Laborstationen untersucht wurden. 


Station 1: Rated Current – Messung des Nennstroms von Leistungsinduktivitäte: Hier bestimmten die Teilnehmenden, wie sich elektrische Parameter wie Induktivität und Sättigung je nach Temperatur verändern. Mit einem geregelten DC-Strom und einer Infrarotkamera ermittelten sie die Temperaturentwicklung von Induktivitäten unter Last. Sie verglichen, wie unterschiedliche Eigenwiderstände (RDC) die Eigenerwärmung beeinflussen, und erstellten Temperatur-zu-Strom-Diagramme.

Station 2: Kernmaterial – Einfluss verschiedener Kernmaterialien auf Induktivität und Impedanz Anhand von Ringkernproben mit unterschiedlichen Materialien (Metal Composite, MnZn und NiZn) und Impedanzanalyzer wurde die Impedanz-Frequenz-Charakteristik der Bauteile untersucht. Die Studierenden analysierten, wie das verwendete Kernmaterial die Energiespeicherung im Magnetfeld sowie die Dämpfungseigenschaften (Impedanzverlauf) beeinflusst.

Station 3: Mikroskop – REM-Analyse von Steckverbindern: Mit Hilfe eines Rasterelektronenmikroskops (REM) wurden die Übergänge an Steckverbindern sowie Schichtdicken von Gold- und Nickelschichten überprüft. Die ermittelten Werte aus der Querschliffanalyse konnten direkt mit den Angaben in den jeweiligen Datenblättern verglichen werden und schärften so das Verständnis für industrielle Qualitätsprüfungen, Zuverlässigkeit und Normkonformität von Bauteilen.


Markus Kiefel, Sprecher der VDE-Hochschulgruppe: „Die Exkursion war eine ausgezeichnete Gelegenheit, das im Studium Gelernte unter realen Bedingungen anzuwenden und gleichzeitig moderne Messtechnik auszuprobieren. Durch die praxisnahen Experimente zu Induktivitäten, Kernmaterialien und der Mikroskopie von Steckverbindern wurde klar, welchen Einfluss kleine Änderungen am Bauteil auf das Gesamtsystem haben können. Besonders spannend war der anschließende Besuch des hochautomatisierten Hochregallagers. Zu sehen, wie Roboter selbstständig die Regalebenen anfahren, um Teile zu entnehmen, und wie die Lagergüter automatisiert durch die Verpackungsstraße transportiert werden, bis letztlich eine Person die benötigten Komponenten für den Versand verpackt, war beeindruckend. Ein faszinierender Einblick in die moderne, automatisierte Logistik bei Würth Elektronik.“.
Fabian Dax bedankt sich im Namen aller Teilnehmenden bei Würth Elektronik, insbesondere bei Herrn Simon Haeckner und seinem Team, für die fachkundige Betreuung und die spannenden Einblicke. Der Besuch brachte nicht nur wertvolles Praxiswissen, sondern auch neue Kontakte und Anregungen für das weitere Studium und die spätere Berufspraxis. Die THWS und die VDE-Hochschulgruppe freuen sich auf weitere Kooperationsmöglichkeiten und Exkursionen in die Industrie.